Den meisten Menschen dürfte es so ähnlich gehen wie mir: Wir sehen den Dingen oft gar nicht an, dass sie schon Gegenstand eines politischen Entscheidungsprozesses waren. Wie wäre es, wenn man daran etwas ändern könnte?
Man stelle sich vor, auf der Litfaßsäule, an der ich vorbei gehe, klebt dieser Aufkleber:

Natürlich würde ich umgehend das smarte Handy nehmen, damit den 2D-Barcode einscannen und erfahren: Es handelt sich um einen URL.
Der URL liefert in diesem Fall die Antwort auf die Frage, warum die Litfaßsäule an diesem Ort steht. Nämlich weil die Bezirksvertretung es am 28. November 2011 so beschlossen hat.
Ist das spektakulär? Nein, sicher nicht, aber so ist Kommunalpolitik eben oft. Sie umgibt uns im Alltag, ohne dass wir sie wahrnehmen. Sie taugt selten für Schlagzeilen. Aber sie betrifft uns im Kleinen. Und vielleicht ist es nötig, an der einen oder anderen Stelle daran zu erinnern. Beispielsweise, wenn die Litfaßsäule mir als Fahrradfahrer, Kinderwagen-Schieber oder Anwohner im Weg ist. Wenn ich mich frage, wer sich das eigentlich ausgedacht hat, die genau hier hin zu stellen.
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